Wohnhausbrand mit Menschenrettung in Landsweiler

GGegen 07:37 Uhr wurden die Löschbezirke Lebach, Aschbach, Dörsdorf (ELW), Landsweiler und Niedersaubach am 02. 11.2017 mit dem Alarmstichwort „Brand 5 – Wohnhausbrand mit Menschenrettung“ in die Heusweilerstrasse nach Landsweiler alarmiert. Der stellvertretende Wehrführer Hans Neises traf als einer der ersten an der Einsatzstelle ein und ließ aufgrund der vorherschenden Lage sofort Alarm für den Löschbezirk Heusweiler und Eiweiler auslösen. Vor Ort übernahm er die Einsatzleitung der Feuerwehr.
Ein Trupp des LB Lebach verschaffte sich über die Haustür, ein Trupp des LB Landsweiler über die rückwärtige Kellertür zeitgleich Zugang zum Gebäude. Aufgrund der großen Hitze mussten sich die Trupps immer wieder zurückziehen. Über die DLK wurden Fenster im Obergeschoss gewaltsam geöffnet um die Hitze aus dem Gebäude führen zu können. Mittels zwei Hochleistungslüftern gelang dies zügig und die Trupps konnten tiefer ins Gebäudeinnere eindringen. Beim Durchsuchen aller Räume konnte die vermisste Bewohnerin im Erdgeschoss bewusstlos aufgefunden und sofort ins Freie gebracht werden. Der Rettungsdienst übernahm direkt die Erstversorgung der Bewohnerin. Sie wurde mit einem RTW unter Begleitung eines Notarztes in ein Saarbrücker Klinikum transportiert.
Mit mehreren Trupps wurde nun das Feuer bekämpft, welches sich vom Keller bis unter das Dach ausgebreitet hatte. Die langwierigen Nachlöscharbeiten mussten überwiegend unter Atemschutz durchgeführt werden. Der Gerätewagen des LB Lebach war mit der Atemschutzkomponente vor Ort und übernahm die Koordination und Ausgabe der Geräte. Alle eingesetzten Atemschutzgeräteträger mussten noch vor Ort ihre Überbekleidung zur Reinigung abgeben und bekamen übergangsweise Ersatzkleidung aus dem Bestand der Kleiderkammer.
Der Einsatzleiter wurde vor Ort unterstützt durch die Führungsgruppe mit dem ELW des LB Dörsdorf. Die Informationsweitergabe an die Presse vor Ort übernahm ein Mitglied der Pressegruppe der FF Stadt Lebach.
Vor Ort machten sich der Landesbrandinspkteur Timo Meier sowie der 1. Regionalverbandsbrandmeister und Heusweiler Wehrführer Christian Ziegler ein Bild der Lage.
Durch den Rettungsdienst wurde ein Notfallseelsorger zur Einsatzstelle alarmiert. Dieser übernahm die Betreuung der umstehenden Passanten und Zeugen der Rettungsmaßnahmen.
Der Rettungsdienst war mit drei RTW und einem NEF vor Ort – die Polizei sperrte die Heusweilerstrasse für den Durchgangsverkehr und leitete den Verkehr großräumig an der Einsatzstelle vorbei.
Die Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen vor Ort verlief reibungslos.
Im Anschluss an die Arbeiten vor Ort folgen die Arbeiten in den Feuerwachen und Gerätehäusern: Fahrzeuge und Geräte müssen gereinigt und überprüft, Schläuche gewaschen und getrocknet und Atemschutzgeräte gereinigt, desinfiziert und überprüft werden.